Wie Du Deine Schwächen zu Stärken machst!

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Meine Telefoncoachings gestalten sich immer sehr spannend. Eines der letzten Themen war „Schwächen und Stärken“ und ich fand es besonders spannend, zu beobachten, wie mein eigener Blick auf den Begriff „Schwächen“ fällt. Wir sind ständig in der Eigenbewertung oder in der Bewertung seitens anderer Menschen. Und dabei geht es stets darum, sich seine eigenen Schwächen und Stärken genauer anzuschauen. In Coachings geht es oft darum, aus seinen Schwächen Stärken zu machen oder sich irgendwie von seinen Schwächen wegzubewegen. Vor allem in der letzten Zeit ist mir immer mehr bewusst geworden, dass es absolut gar keine Schwächen gibt.

 

Schwächen gibt es nicht

Nimm Dir einfach mal die Zeit, mache Dir die Mühe, Dir aufzuschreiben, was Du glaubst, was Deine Schwächen sind. Was hältst Du also für Deine Schwächen? Nimm Dir dann jeden einzelnen Punkt vor und frage Dich wirklich als erstes: Kann ich ganz sicher sein, dass das eine Schwäche ist?

Als nächstes tauchst Du tiefer ein und fragst Dich, was der Grund sein könnte, dass der Punkt keine Schwäche ist. Dann schaust Du Deine Punkte erneut durch, machst Dir intensiv Gedanken darüber und schreibst Dir jeweils 2-3 Punkte auf, von denen Du überzeugt bist oder glaubst, sie seien besondere Qualitäten, ein Nutzen oder ein Vorteil der sogenannten, vermeintlichen Schwächen.

 

Woraus lernen wir?

Wir lernen aus eigenen Erfahrungen, durch eigenes Fühlen und Erleben. Du musst lernen, zu verstehen, dass es in Dir keine Schwächen gibt. Denn das, was in Dir ist, sind Qualitäten. Damit meine ich nicht irgendeine Form der Bewertung, sondern es ist einfach nur eine Benennung. Es ist eine Energie, die in Dir fließt. Das Thema am Telefon war zum Beispiel, dass sich mein Klient als chaotisch und zerstreut wahrnimmt und dies eindeutig negativ einordnet. Bereits im Kindesalter wurde es ihm eingeprägt, dass er „viel zu unkonzentriert und chaotisch“ sei. Doch warum soll das etwas Negatives sein? Und wer sagt, dass er tatsächlich so ist? Tief in seinem Inneren hat er seine persönliche Leidenschaft bereits als Kind entdeckt: Es ist seine Liebe zu der Musik. Glücklicherweise ist er seinem inneren Wunsch gefolgt und ist heute Musiker. Ich bat ihn, in sich zu gehen und sich zu fragen, was ihm das Chaotische und Unstrukturierte nützt. Und dabei kamen wertvolle Erkenntnisse wie Gelassenheit, Freiheit und glücklich sein zusammen.

 

Ein strukturiertes und durchgeplantes Leben macht selten glücklich

Meistens ist es so, dass Menschen, die ihr Leben komplett geordnet und strukturiert haben, selten glücklich sind und Spaß haben. Denn da fehlt oft einfach die Freiheit. Nur, weil es so im Mainstream, in der Erziehung unserer Zeit, so verankert ist, bedeutet es nicht, dass es richtig ist. „Richtig“ oder „falsch“ unterliegen einem inneren Bewertungssystem, das sehr gesund ist. Wenn man es von Abwertungen befreit, wird es sogar noch gesünder. Aber (be-)werten müssen wir natürlich schon, um gewisse Situationen einschätzen zu können. Für meinen Klienten war es definitiv wichtig und richtig, bei jeder beliebigen Gelegenheit Musik zu machen. Auch, wenn er in dem Moment dann etwas Anderes vergaß. Doch für ihn war es in dem Augenblick genau das Richtige – Es hat ihn erfüllt und glücklich gemacht.

 

(Be-)Werten macht krank

Hinterfrage all Deine Glaubenssätze und Halbwahrheiten. Frage Dich immerzu: Kann ich wirklich sicher sein, dass das eine Schwäche ist? Was spricht dafür, dass es keine ist? Und welchen Nutzen oder Vorteil habe ich davon? In den nächsten Wochen oder Monaten werde ich eine Online-Acadamy starten, in der es viel um solche Sachen gehen wird. Denn mir ist klargeworden, dass es ein unglaublich wichtiges Thema ist. Wir leiden alle unglaublich – und zwar viel mehr als uns bewusst ist – darunter, dass wir ständig dabei sind, etwas zu bewerten.

 

Warum Du unglücklich, unzufrieden oder gestresst bist

Du fragst Dich, warum es Dir so geht? Und Du glaubst, Du müsstest Dich ändern, um wirklich glücklich sein zu können? Das hat viel damit zu tun, dass wir uns permanent in einem „Abwertungsmodus“ befinden. Jede Abwertung sorgt in Deinem Gehirn dafür, dass Neurotransmitter ausgeschüttet werden. Diese sorgen wiederum im gesamten Körper dafür, dass das Zellsystem ganz anders reguliert wird als es normalerweise der Fall ist. Zu mir kommen auch viele Menschen mit körperlichen Problemen, mit Krankheiten und entsprechenden Symptomen. Sie haben schon viele Tabletten genommen und fragen sich, warum nichts wirklich hilft. Und das liegt einfach daran, dass die Medikamente niemals so stark sein können wie das, was Du mit Deinem Gehirn machst.

 

Das Bewertungssystem – Der Hauptschlüssel für eine gute Regulation des Gehirns

Mit Deinem Gehirn, Deinen Gehirnfunktionen, sorgst Du dafür, dass sich 50-100 Billionen Zellen Deines Körpers ständig neu regulieren. Und wenn das nicht richtig funktioniert, hat das seine Folgen. Der Hauptschlüssel für eine gute Regulation des Gehirns ist unser inneres Bewertungssystem. Wenn diese Abwertungen in sich trägt, dann sorgt sozusagen unser Zellregulationssystem dafür, dass wir denken, dass wir etwas ändern müssen. Und das produziert Stress und negative Gefühle wie ein „sich unwohl fühlen“ oder Angst. All diese Dinge sorgen für Schutzmechanismen, für „Antreiberqualitäten“, sodass wir uns dann alle sehr unreif durch das Leben bewegen.

 

Hinterfrage Deine Gedanken

Ich lege es Dir daher sehr an das Herz, diese Übung zu machen und deine Gedanken zu hinterfragen. Welche Stärken könnten Deine vermeintlichen Schwächen bergen? Und was spricht dafür, dass sie keine Schwächen sind? Welchen Vorteil oder Nutzen bringt es in Dein Leben, dass Du so bist wie Du bist? Es gibt nur Qualitäten – reife, bewusste und unbewusste –, die wir übernommen haben, weil sie uns eingetrichtert wurden – von Menschen, die es auch nicht besser wussten. Alles basiert auf dem Bewertungssystem, das Du nun erkunden und verstehen lernen kannst.

 

Viel Spaß dabei und alles Gute für Dich!

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Foto: Fotolia 75834194 – Körper, Geist und Seele © Floydine