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Wie kann ich mein persönliches Wachstum beschleunigen?

Heute geht es um die Frage eines Klienten. Diese lautete: Wie kann ich wachsen?

Wie kann ich meine Ziele – welcher Natur auch immer – erreichen? Sei es finanziell, familiär oder spirituell: Gibt es einen Mastertipp? Und wie kann ich in allen Bereichen dauerhaft weiterkommen? Es ist ein Thema, das sicherlich viele von euch interessiert. Ich möchte deshalb für euch beleuchten, was euch an persönlichem Wachstum stören kann.

„Wer den Mut hat, über den Tellerrand – seine eigene Komfortzone – hinauszugehen, der kann Herausforderungen leichter meistern.“

Das Zitat beinhaltet verschiedene interessante Komponenten. Eine davon ist der Mut.

Den Mut in sich erkennen und etwas wagen

Wir alle tragen ihn wie ein Samenkorn in uns. Es treten viele Situationen auf, in welchen uns scheinbar der Mut plötzlich verlässt. Wenn wir das jedoch aufbröseln, merken wir, dass uns nicht der Mut verlässt, sondern dass etwas Anderes in uns in dem Moment größer als der Mut ist. Es hat bei mir selbst viele Jahre gedauert, bis mein Mut groß genug war, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich wollte endlich mein eigenes Projekt starten. Dabei gab es viele wichtige Komponenten zu berücksichtigen. Zum Beispiel die Angst, die ich hatte, dass mein Projekt nicht gut läuft, dass ich nicht gut ankomme, nicht genug Geld verdienen oder meinen Lebensstandard, den ich mir aufgebaut hatte, wieder verlieren würde. Ich musste erst für mich lernen, wie ich das am besten machen kann. Das „Wie“ hat mir aber nicht weitergeholfen. Ich bin schnell wieder zu der Vision und dem „Warum“ zurückgekommen. Ich wollte mich selber als „Produkt“ kreieren und verkaufen. Den Mut aufzubringen, um das zu können, war ein ständiges Auseinandersetzen mit der eigenen Angst. Was wir eigentlich alle ganz gut gelernt haben, ist, vor der Angst wegzulaufen, sie zu überspielen und zu schauen, dass wir uns auf anderen Baustellen motivieren, damit wir die Angst auf der Hauptbaustelle nicht wahrnehmen. Das eigene Passions-Projekt auf den Tisch legen und sich der Angst, die hochkommt, wenn es an die Umsetzung geht, stellen – das ist die Aufgabe! Denn Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist die Entscheidung, etwas trotzdem zu tun, sprich mit der Angst zu sein und mit ihr weiterzugehen. Es bedeutet auch, den Mut zusammenzunehmen, um das zu tun, was wir mit ganzem Herzen tun wollen. Es geht darum, die Angst, die bei der Vorstellung der Realisierung hochkommt, nicht wegzudrücken, sondern davon auszugehen, dass da Qualitäten und Kräfte drin sind, die man eventuell für das Projekt gebrauchen kann.

Über den Tellerrand hinaussehen und -gehen

Der in dem Zitat angesprochene Tellerrand ist das nächste wichtige Element. Der Tellerrand stellt eine Grenze dar, die man nicht gerne überschreitet, weil man dabei seinen sicheren Bereich verlässt. Da Sicherheit eines der Grundbedürfnisse des Menschen ist, fällt es uns auch besonders schwer, unsere Komfortzone zu verlassen. „Über seine Grenzen gehen“ heißt nicht, dass man über alle seine Grenzen gehen soll. Man kann häufig beobachten, dass Menschen aufgrund fehlender Selbstwahrnehmung ihrer Gefühle massiv über ihre Grenzen gehen, um ihr Leben besser zu kontrollieren oder um besser zu funktionieren. Ich habe das auch oft gemacht und hatte dann zwei Klinikaufenthalte wegen Burnout. Ich wollte mein Leben irgendwie sichern und das hat mich angetrieben. Dafür bin auch ich massiv über den Tellerrand hinaus gegangen, jedoch ohne das bewusst wahrzunehmen. Ich habe meine inneren Grenzen überschritten und sie nicht nur ausgereizt. Das war mein Fehler.

Ein wichtiges Take-away:

Wir wachsen, wenn wir über unsere Grenzen gehen, aber wir müssen erfühlen, dass wir nicht über alle unsere Grenzen gehen. Mit „über den Tellerrand hinausgehen“ sind schon die Schritte der Umsetzung persönlicher Träume, Wünsche, Pläne und Visionen gemeint. Dabei muss man auf die Balance im Leben zwischen Privatleben und Beruf achten. Denn es lohnt sich schlichtweg nicht und tut uns auch nicht gut, wenn wir 12 Stunden oder mehr am Tag arbeiten und dann beispielsweise ein „Betäubungsbier“ trinken oder auf andere Weise versuchen, mit dem uns selbst aufgebürdeten Stress klarzukommen. Auf Dauer kann sowas nicht gutgehen. Eigentlich ist das auch jedem klar und doch stecken wir da alle manchmal drin. Das gilt es also zu reflektieren, um seine eigenen Grenzen nicht zu übersehen.

Wir müssen lernen, sich langsam, Stück für Stück, seinen Grenzen zu nähern, sie ebenso vorsichtig und behutsam zu überschreiten – in welcher Hinsicht auch immer. Man muss immer an seinen Grenzen arbeiten und dabei aber auch auf seinen eigenen Körper hören. Denn die Intelligenz, die in uns lebt, ist deutlich höher als der Verstand, der in uns waltet. Wer den Mut findet, über den Tellerrand zu schauen, kann Herausforderungen leichter meistern. Warum? Weil ich den Mut stets trainiere. Unsere Angst bremst uns, aber der Mut hilft uns, neue Herausforderungen meistern zu können. Kontinuität, die Routine, hilft uns, an Herausforderungen zu wachsen. Denn Wachstum ist Natur. Wachstum wird durch Ängste und Gedanken begrenzt, nicht durch die Natur. Ich wünsche euch den Mut und maximalen Wachstum. Lasst euch inspirieren, geht Herausforderungen bedacht und mutig an.

Viel Freude dabei!

Ein kleines Take-away mit auf den Weg:

„Angst wird nur zum Widerstand, wenn wir nicht bereit sind, mit ihr Hand in Hand zu gehen.“

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Foto: Fotolia Investment for future © Sondem