Selbstliebe aktivieren – leicht gemacht

Wie kannst Du Selbstliebe leicht in Dir aktivieren? Das ist besonders wichtig im Alltag, wenn Deine Selbstvorwürfe, Dein Perfektionismus oder Dein Kontroll-System einmal wieder zuschlagen. Du haust Dir dann die Bratpfanne ins Gesicht oder ziehst Dir die Peitsche über den Rücken, ohne dass Dir bewusst ist, was Du da mit Dir machst. 

Wenn Du es kennst, dass Du Dich selbst immer wieder niedermachst, Dich selbst verurteilst und verachtest, dann wird es Zeit, Selbstliebe in Dir zu aktivieren!

Ich beobachte das bei vielen Menschen, dass sie sich schnell abwerten, klein machen und verurteilen. Doch woher kommt das eigentlich? Diesen Umgang mit uns selbst lernen die meisten Menschen bereits in ihrer Kindheit: Dort eignen wir uns Strategien an, um das zu bekommen, was wir als Menschen brauchen. Es geht hier ganz klar um unsere Bedürftigkeit. Wir haben gelernt, uns für das Erfüllen dieser Bedürftigkeit anzupassen, zu verbiegen und uns selbst zu verraten. Eher sind wir anderen Menschen treu als uns selbst und tun etwas für sie: Unsere inneren Antennen sind darauf ausgerichtet, was der andere denn brauchen könnte – damit wir dann im Gegenzug auch etwas von ihm bekommen. Wir sprechen sogar so, dass wir auf keinen Fall anecken. Und wir wissen, wie wir gut funktionieren und bloß nicht auffallen. 

Doch all das verstößt gegen etwas Wesentliches in uns selbst: Es sorgt für die Unruhe, die Selbstablehnung und den Selbsthass, die in stillen oder kritischen Momenten unseres Lebens hochkommen. Etwas in uns merkt nämlich, dass wir gegen uns selbst arbeiten, nicht zu uns stehen und uns selbst nicht treu sind.

Wie Selbstliebe wirklich funktioniert

Kennst Du solche Situationen von Dir selbst, wenn Selbstverurteilung in Dir hochkocht? Vielleicht erwischst Du Dich dabei, dass Du in Dein altbekanntes Muster eines Golden Retrievers fällst, der es allen recht machen möchte. In diesem Moment, wenn Du das merkst, kannst Du Deinen ersten Schritt in Selbstliebe gehen: Statt Dir selbst dafür Vorwürfe zu machen, begreife einfach, dass das Muster gerade da ist, indem Du zu Dir sagst: „Aha, da ist diese altbekannte Strategie wieder, interessant“.

Im nächsten Schritt darfst Du lernen, dieses Muster zu ehren und zu achten. Bestimmt fragst Du Dich an dieser Stelle, warum Du das tun sollst. Denn das Muster ist Dir lästig und Du bist der Meinung, dass es Zeit wird, es endlich loszulassen. Nun: Du wirst dieses Muster nicht loslassen können, bevor Du es geehrt und geachtet hast. Denn es hat Dir in der Vergangenheit für irgendetwas gedient. Mehr noch: Du hast es in Deiner Kindheit selbst erschaffen, indem Du die Entscheidung dazu getroffen hast. Dieses alte Muster hat dafür gesorgt, dass Du genährt und gesehen wurdest, dass jemand für Dich da war und Du nicht ausgeschlossen wurdest. Durch es hast Du Zuwendung und Anerkennung bekommen. Siehst Du also, wie viele Vorteile Du durch dieses Muster entwickelt hast?

Wie kannst Du nun Dir selbst und Deinen alten Strategien auf die Spur kommen? Ganz einfach, wenn Du wieder einmal etwas an Dir und Deinem Leben entdeckst, dass Dir nicht gefällt, dann stelle Dir die folgende Frage:

  • Wie genau machst Du das, dass Du Dich so verhältst?

Das Kind in Dir will gesehen werden

Viele Menschen haben gar nicht auf dem Schirm, dass sie diese Gedanken und Verhaltensmuster selbst kreieren. Die Frage danach, wie genau wir das machen, macht uns das bewusst: „Ich selbst habe freiwillig und absichtlich diese Strategie entwickelt, die ich heute noch nutze, auch wenn sie längst überholt ist. Dieses Verhaltensmuster ist zu einer Gewohnheit für mich geworden. Und jetzt rege ich mich auch noch darüber auf, wie verrückt!“

Es macht überhaupt keinen Sinn, Dich über etwas aufzuregen, dass Dir viele Jahre lang so gut gedient hat. Plötzlich lehnst Du es ab und willst es am liebsten sofort weg haben! Stell Dir einmal vor, dass dieses Verhaltensmuster wie ein Kind in Dir ist. Dieses Kind wendet eine Strategie an, damit es besser in seinem Leben klarkommt. Und mehr noch: Du selbst hast dem Kind dieses Verhalten beigebracht und dadurch hat es die Liebe und Zuwendung bekommen, die es so dringend brauchte.

Dann machen wir plötzlich ein bisschen Persönlichkeitsentwicklung und lesen das ein oder andere Selbsthilfebuch – und schon glauben wir, das Alte hinter uns lassen zu können und auf einen neuen Level zu kommen. Das Problem ist, dass Du das nur vom Kopf her glaubst. Dein ganzes System ist noch gar nicht auf diesem Level – es lebt immer noch in der Vergangenheit. Du hast auf Deinem Weg vergessen, Dich selbst mitzunehmen. Stattdessen schaust Du aus Deinem Verstand besserwisserisch auf Dich und Dein Leben: Du weißt es zwar besser, aber Du machst es noch nicht besser.

Schau: Es macht keinen Sinn, diesem kleinen Kind in uns immer wieder die Bratpfanne über den Kopf zu ziehen. Dadurch werden wir weder Selbstliebe aktivieren noch Frieden finden!

Sei liebevoll mit Dir selbst

Selbstliebe beginnt dann, wenn Dir bewusst wird, wie lieblos Du mit Dir selbst umgehst und Dich entscheidest freundlicher zu Dir zu sein. Du kannst dafür Qualitäten wie Akzeptanz, Mitgefühl und Selbstreflexion in Dir aktivieren. Wenn Du das gemacht hast, dann frage Dich: Wie habe ich das gemacht, dass ich so mit mir selbst umgegangen bin? Dann entdeckst Du das Kind in Dir und das Muster, das es trägt. Jetzt kannst Du es da sein anstatt es zu peitschen und ihm Vorwürfe zu machen. So zeigst Du diesem innere Kind, dass Du hinter ihm stehst und für es da bist. Deshalb ist es so wichtig, dass Du lernst, gut für Dich da zu sein!

Was Dir auf diesem Weg noch helfen kann: Mache Dir bewusst, dass alle Menschen irgendwo Selbstablehnung und – verurteilung kennen. Du bist nicht alleine damit. Du bist nicht verkehrt oder ein Alien – Du wurdest nur in Deiner Kindheit auf genau dieses Muster geprägt – wie viele andere Menschen, auch dann, wenn sie ein gutes Elternhaus hatten.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal für Dich zusammenfassen, wie Du Selbstliebe leicht aktivieren kannst: Sobald Du Ablehnung und Widerstand in Dir bemerkst, erinnere Dich an meine Worte: Beginne damit, freundlich mit Dir zu sein. Dann beobachte, wie Du das machst, dass Du so schlecht mit Dir selbst umgehst. Welche Strategie steckt dahinter? Welchen Gewinn kannst Du vielleicht sogar daraus ziehen?

Selbstliebe ist Training

Auf diese Weise kannst Du das Muster verstehen lernen und begreifen, wozu es Dir in der Vergangenheit gedient hat. Dann fällt es Dir leichter, diese Strategie in Dir zu ehren und zu achten. Es mag eine Weile dauern, bis Du dieses alte Verhalten ganz ablegen kannst. Deshalb ist es hilfreich, wenn Du es Dir symbolisch wie ein Kind vorstellst. Und dieses Kind braucht Deine Zuwendung und Umarmung, nicht Deinen Vorwurf! Diese innere Zuwendung zu dem, was Du nicht magst, ist die höchste Form, um Deine Selbstliebe zu aktivieren. 

Du hast in Deinem Alltag unzählige Möglichkeiten, diese Selbstliebe zu trainieren. Und es wird auch nicht funktionieren, wenn Du diese Art von Zuwendung nur ein oder zwei Mal anwendest. Das Ganze wirkt nur nachhaltig, wenn Du am Ball bleibst und immer wieder trainierst. Immer dann, wenn es innerlich in Dir einmal wieder brennt.

Und wie spürst Du, dass dieses Prinzip bei Dir funktioniert und etwas verändert? Du bekommst das Feedback direkt auf körperlicher Ebene. Ob Du das mitbekommst, hängt davon ab, wie gut Du mit Deinem Körper verbunden bist. Genau dieses Ankommen im eigenen Körper trainieren wir sehr stark in unserer Ausbildungs- und Transformationsreise: Wenn Du mit Deinem Körper in Kontakt bist, dann nimmst Du wahr, dass etwas in Dir besänftigt wird. Ein Empfinden von Wärme und Frieden entsteht.

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