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Ein warmes Herz gewinnen

Wenn ich gefragt werde, was ich als Wichtigstes oder als Wertvollstes erachte in meiner Arbeit als Trainer und Coach, dann gibt es für mich eine ganz klare Antwort. Insbesondere jetzt zum Jahresende und Jahresausklang ist diese Frage umso spannender, da dies die Zeit ist, in der wir mehr als sonst in uns gehen, reflektieren und uns berühren lassen von dem, was das Leben für uns wichtig macht.

Die Essenz für mich persönlich, für meine Klienten und auch wenn es darum geht, unsere Lebensthemen zu transformieren, ist die Frage, wie schaffen wir es, ein gutes, faires und glückliches Miteinander zu schaffen? Was meine ich damit und warum ist genau dies aus meiner Sicht essenziell? Ich meine, dass wir Menschen Beziehungswesen sind, man könnte auch sagen, wir Menschen sind Herdentiere. Wir alle sind – ob wir das wollen oder nicht, voneinander abhängig und miteinander verwoben. Und in diesem Zusammenhang ist es wichtig, über ganz bestimmte Dinge nachzudenken. Und genau die möchte ich heute mit Dir teilen unter dem Motto “ein warmes Herz gewinnen”.

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Widerstand bremst den Fluss des Lebens

Das Erste, was Du wissen sollst ist, dass alles worüber ich jetzt hier spreche, Wünsche sind. Es sind Wünsche für Dich, für Dein Neues Jahr und darüber hinaus für Dein ganzes Leben. Und es sind Wünsche für mich und für diese Vision von viel mehr “warmen Herzen”, die sich auf dieser Welt begegnen.

Das Erste, was Sinn macht sich anzuschauen zum Thema “ein warmes Herz” ist die Frage: Was spricht eigentlich dagegen, mit einem warmen, mitfühlenden und liebevollen Herzen unterwegs zu sein? Auf den ersten Blick spricht nichts dagegen, mit einem warmen Herzen unterwegs zu sein, aber ohne dass wir es merken – und das kennst Du, da bin ich mir ganz sicher – geraten wir in unserem Leben immer wieder mal in den Widerstand mit etwas. Ob das eine Person, ein Ereignis, ein Umstand oder eine Situation ist, das spielt gar keine Rolle. Fakt ist, dass Widerstand Ablehnung erzeugt, weil wir etwas bewerten und beurteilen.

Worauf gründet Ablehnung?

Hast Du Dich schon mal gefragt, woher Deine Haltung eigentlich kommt, wenn Du im Widerstand mit etwas bist und es bewertest und beurteilst? Wenn Du Dich das fragst und nachforscht, dann wirst Du bemerken, dass die meisten dieser Bewertungen und Urteile gar nicht wirklich von Dir kommen. Sie sind gar nicht hinterfragt. Und dass das so ist, merkst Du daran, dass kein Raum, keine Idee dafür da ist, dass das, was gerade geschieht (womit Du im Widerstand bist) vielleicht einen größeren Sinn verfolgt, dass es ein Geschenk beinhaltet. Dass wir, wenn wir uns damit beschäftigen, daraus sogar etwas lernen können und es uns helfen könnte, uns zu transformieren.

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Wir Menschen möchten alle das Gleiche!

Ich möchte ein paar allgemeine Beispiele nehmen, die uns alle betreffen, um deutlich zu machen, was ich meine. Es sind dieses Jahr mehr Flüchtlinge unterwegs gewesen, in der Hoffnung auf eine neue, sichere Bleibe, als wir es jemals erlebt haben. Und jeder von uns hat so seine ganz eigene Haltung dazu und seine Meinung darüber. Denn da kommen Ängste hoch, da kommt Kritik auf und Gedanken darüber, wie all dies unser Lebensklima verändern könnte. Genährt werden diese Haltungen, Meinungen und Ängste dann natürlich durch Kriminalität und Gewalt, was alles sehr komplex und nicht gerade einfach ist. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle hier auf dieser Erde miteinander verbunden sind und das bedeutet, dass wir alle ähnliche, wenn nicht sogar die gleichen inneren Motivationen haben: Wir alle wollen unser Glück vermehren und unser Leid vermindern. Dieses Ziel, dieses Bestreben vereint uns alle, egal wo wir herkommen. Unterscheiden tun uns nur unsere Prägungen, die uns unterschiedlich handeln lassen. Aber ich sage immer ganz gerne: Wärest Du unter anderen Umständen und Bedingungen – vielleicht in völliger Armut mit viel Gewalt – aufgewachsen, dann wärest Du ein völlig anderer Mensch, der zwar die gleiche Motivation hat, nämlich sein Glück zu vermehren und sein Leid zu vermindern, aber der völlig anders handelt, als Du es jetzt tust und dabei denkst, dass das richtig ist, um dies zu erreichen.

Das Geschenk der offenen Haltung

Und es gibt noch etwas, was uns alle vereint, und das sind Gefühle: Wir alle kennen Ablehnung, Widerstand, Angst, Trauer, Wut, Scham und so weiter. Wenn wir darüber ganz selbstverständlich kommunizieren würden, dann würden wir uns auf diesem Weg sehr schnell sehr nahe kommen und Verständnis füreinander gewinnen. Dafür aber bräuchten wir die offene Haltung gegenüber all unseren Mitmenschen, die sagt: Ja, wir wollen und brauchen alle das Gleiche, wir alle wollen mehr Glück und weniger Leid. Und obwohl wir alle das Gleiche wollen, ist es so schwer, diesen gemeinsamen Nenner zu finden. Warum ist das so? Das ist so, weil unser Verstand uns permanent und vor allem in solchen Situationen sagt, dass etwas anders sein müsste als es ist. Das ist der Moment, wo Widerstand, sprich Ablehnung auftaucht und genau das ist das, was uns das „warme Herz“ nimmt. Widerstand, Ablehnung und Angst sind die Gründe dafür, nicht mit einem „warmen Herzen“ durch die Welt zu gehen!

Nur die Liebe ist in der Lage, Vertrauen zu schaffen

Wenn wir uns jedoch hinsetzen und nachforschen, welches Bedürfnis hinter unserem Widerstand, hinter unserer Angst und hinter unserer Ablehnung steht, dann bemerken wir etwas Faszinierendes und sehr Verbindendes: Wir bemerken, dass dieses Bedürfnis nicht nur wir haben, nein, auch unser Gegenüber hat dieses Bedürfnis! Würden wir endlich darüber in den Austausch gehen, uns mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen gegenseitig zu zeigen, dann wäre das gelebte und wahre Liebe. Denn nur die Liebe ist in der Lage, uns die Angst zu nehmen, Vertrauen zu schaffen, uns zu trösten und unsere Wut zu verwandeln.

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Der Schlüssel für Verbundenheit und wahre Liebe

Was ist der Schlüssel dafür, endlich mehr von dieser Liebe zu leben, um verbundener und friedvoller miteinander zu sein? Der Schlüssel ist Offenheit. Offenheit Dir selbst gegenüber, mit all dem, was Dich ausmacht. Das bedeutet, offen zu bleiben, auch wenn Du etwas unangenehmes in Dir wahrnimmst. Offen bleiben bedeutet, nicht in den Widerstand zu gehen mit dem, was sich gerade zeigt, genau so, wie es sich zeigt. Offenheit bedeutet auch, nicht immer gleich etwas machen zu müssen mit dem, was ist. Es geht darum, die Dinge „lassen“ zu können. Und das gelingt uns nur, wenn wir aufhören, alles vom Verstand her verstehen zu müssen und zu analysieren. Um „lassen“ zu können, brauchen wir die Ebene der Gefühle, die Ebene des Herzens, wir brauchen ein warmes Herz uns selbst gegenüber mit absoluter Offenheit, die uns erlaubt, mit dem was gerade ist zu sein und zu bleiben. Mehr braucht es erst einmal nicht. Das ist der erste Schritt.

Das Geschenk der wertschätzenden Kommunikation

Der zweite Schritt ist eine warme und offene Kommunikation. Das ist eine wohlwollende, friedliche und wertschätzende Kommunikation voller Achtung. Und auch in dieser Kommunikation geht es ausschließlich darum, was jetzt gerade bei uns selbst wahrgenommen wird, ohne Bewertung. Wenn Du in der Lage bist, diese zu praktizieren, dann schenkst Du Dir selber tiefe Wertschätzung, die Du sehr kraftvoll spüren wirst. Zusätzlich lädst Du Dein Gegenüber auch dazu ein, offen zu werden und sich mit dem zu zeigen, was da gerade bei ihm ist und die selbe kraftvolle Selbstwertschätzung in sich zu erfahren. Ist das nicht großartig?

Dein inneres „Wow“ zum Leben

Der dritte Schritt für ein warmes Herz ist Offenheit im Verhalten. Das bedeutet, nicht durch unser Leben zu gehen und zu denken, wir wüssten, wie andere sind und was als nächstes geschieht. Nein, das ist eine Art, die uns und unser Leben eng und klein macht und da kann nichts Neues, Lebendiges und Liebevolles entstehen. Offenheit im Verhalten bedeutet, völlig offen und neugierig auch Dingen und Personen gegenüber zu sein, die wir schon lange kennen und einzuräumen, dass sie sich dieses Mal völlig anders, überraschend und neu zeigen können. Wenn wir das tun, dann kann in jedem nur erdenklichen Moment Wertschätzung entstehen für genau das, was gerade ist, auch wenn unser Verstand meint, wir hätten die Situation ja schon 1000 mal erlebt. Mit dieser Haltung lernst Du ein inneres „Wow“ zu dem, was jetzt gerade ist.

Alles was geschieht hat einen tieferen Sinn

Und ich möchte an dieser Stelle einen Satz einfügen, den meine Frau Lilian sehr oft sagt, er lautet: „Das Leben ist dem Leben zugewendet“. Das bedeutet, dass alles, was geschieht, einen tieferen Sinn hat, den wir aber nur erkennen können, wenn wir offen bleiben und aus dieser Offenheit den Blickwinkel wechseln können. Das Leben ist dem Leben zugewendet, auch wenn wir den Sinn darin nicht immer auf den ersten Blick verstehen. Und das ist völlig in Ordnung, denn wir müssen nicht immer alles und jeden verstehen. Besonders Menschen die uns sehr nahe sind, denken oder glauben wir verstehen zu müssen und merken aber oft, dass wir mit diesem Versuch scheitern. Und das macht uns dann wütend oder traurig. Bewahre und erlaube Dir in allen Situationen wirkliche Offenheit.

Der Weg zum Frieden

Mit dieser Offenheit beginnt in Begegnungen und Beziehungen, ja man kann es fast ein Liebesspiel nennen. Nicht so ein romantisches Liebesspiel, sondern ein Liebesspiel mit all der Freiheit und gleichzeitiger Verbundenheit, nach der wir uns immerzu sehnen. Und Du wirst merken, dass sich mit dieser Haltung beginnen, alle Bereiche in Begegnung, Beziehung und Intimität zu verwandeln. Du erlebst ein freundliches, wohlwollendes “Einverstandensein” mit Dir selber und den Menschen um Dich herum.

Das meine ich, wenn ich von dem “warmen Herzen” spreche, und es ist aus meiner Sicht der Weg zum Frieden: Mit Dir selber und sogar zum Weltfrieden.

Dies ist eine Reise durch meine Vision und es sind meine Wünsche für Dich. Mögest Du glücklich sein in diesem unendlichen Feld der freundlichen Zuwendung. Mögest Du ein warmes Herz haben, es in Dir tragen voller Achtsamkeit und Offenheit. Möge es nichts geben, das Dir dieses warme Herz nehmen könnte. In diesem Sinne wünsche ich Dir von ganzem Herzen nur das Allerbeste!

Vielleicht lernen wir uns persönlich kennen auf diesem Weg!

Alles Liebe und Gute,

Dein Christian

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