Warum ist Selbstliebe so schwer?

Selbstliebe soll der Schlüssel für ein erfülltes und erfolgreiches Leben sein. Mit Selbstliebe können wir sozusagen die Basis legen für alles, was wir uns wünschen und erreichen wollen. Doch warum fällt Selbstliebe dann so unglaublich schwer?

Während wir durch unseren Tag gehen, gibt es einen Teil in uns, der uns ständig beobachtet und zu allem, was wir tun, seinen Kommentar abgibt. Das kann uns bewusst sein, aber auch unbewusst geschehen. Alles, was wir denken und fühlen, wie wir reagieren, ob und wie wir Dinge umsetzen, wird also von diesem inneren Kommentator bewertet. Dabei schneiden wir meistens sehr schlecht ab: Wir werten uns auf eine Weise ab und verachten uns, wie wir es kaum mit anderen Menschen tun würden. Wir befinden uns in einem immer wiederkehrenden Hamsterrad von Bewertung, oft sogar von Selbstabwertung und -hass.

Vielleicht kennst Du selbst solche inneren Kommentare und Gedanken wie: 

  • War ja klar, dass ich das wieder versaue.
  • Ich bin einfach nicht gut genug.
  • Warum versuche ich es überhaupt? Ich bin sowieso nichts wert.

Der Ursprung dieser automatischen Maschinerie, die uns ständig klein hält, liegt in unserer Vergangenheit. Genauer gesagt in unserer Kindheit: Hier haben wir in unseren ersten Lebensjahren gelernt, dass wir so, wie wir sind, nicht richtig sind und einfach nicht passen.

Der Grund, warum wir uns selbst nicht lieben

Was genau ist da passiert? Du kannst Dir vorstellen, dass Du als sehr lebendiges Wesen auf diese Welt gekommen bist: Du hast gelacht und geschrien, wenn Dir danach war. Du warst noch völlig frei in Deinem Ausdruck über Atem, Stimme und Bewegung. Du hast den freien Fluss Deiner Gefühle über den Körper zugelassen. Und wenn Du Angst hattest, dann hast Du das nicht versteckt, sondern bist zu Deiner Mama gelaufen, um Dich wieder sicher und geborgen zu fühlen.

Du hast einfach das zugelassen, was natürlicherweise in Dir aufgetaucht ist. Damals hast Du Dir noch keine Gedanken über all das gemacht, denn Du hattest die Fähigkeit zu reflektieren noch nicht. Diese entwickelt sich erst langsam ab dem dritten Lebensjahr. Deshalb konntest Du Dir Dein Feedback noch nicht von innen holen, sondern warst dafür auf Deine Außenwelt angewiesen. Du konntest Dich nur über die Außenwelt regulieren und damit sicher fühlen.

Ein Beispiel: Wenn Du gelacht hast, dann hast Du es gebraucht, dass jemand zurück lacht. Denn die Außenwelt war als Spiegel zur dieser Zeit essentiell für Dich. Du brauchtest es, dass jemand auf eine stimmige Weise mit Dir in Beziehung geht und Dir das Gefühl vermittelt: Ich bin richtig wie ich bin. Stell Dir einmal vor, ein Baby lacht und wird von seinem Gegenüber immer wieder böse angeschaut. Was passiert dann wohl in diesem offenen, verletzlichen Wesen? Es wird verstört sein. Wenn das immer wieder geschieht, bekommt etwas tief in ihm das Gefühl, nicht richtig zu sein.

Genauso ergeht es einem kleinen Kind, das laut schreit, weil es seine Mutter braucht, um sich sicher zu fühlen, weil es Hunger hat oder aus einem anderen dringenden Grund. Das Baby wird aber schreien gelassen, niemand kommt oder erst nach einigen Minuten. Für das Baby bedeutet das in diesem Moment Lebensgefahr. Es kann noch nicht reflektieren, dass die Mutter gleich kommen wird und dass es nicht gleich sterben wird.

Weshalb wir beginnen uns selbst abzuwerten

Wenn so etwas immer wieder passiert, dann entwickelt sich in diesem Menschen ein sogenanntes Entwicklungstrauma: Dies geschieht, wenn ein Kind in seinem natürlichen Ausdruck immer wieder ignoriert oder bestraft wird. Ihm fehlt der essentielle Spiegel der Außenwelt, um ein fundiertes Empfinden von Selbstbewusstsein und Selbstwert zu entwickeln. Tief in diesem Menschen entsteht der Glaubenssatz: Mit mir stimmt was nicht. Ich genüge nicht. Ich gehöre nicht dazu. 

Denn in diesem verletzlichen Zeitraum der ersten Lebensjahre weiß ein Kind noch nicht: Meine Mutter ist selbst verwundet, deshalb kann sie mir nicht geben, was ich brauche. Mein Vater ist gerade gestresst oder innerlich abwesend, deshalb kann er nicht auf mich eingehen. Unsere Eltern sind in diesem Zeitraum wie Götter für uns. Wir lieben und brauchen sie. Wir ziehen deshalb unbewusst den Schluss: „Ich bin falsch“. 

Wir beginnen uns selbst unbewusst infrage zu stellen anstatt unser Umfeld. Wir empfinden unsere Natürlichkeit immer mehr als komisch. 

Oft hast Du als Erwachsener dann den Eindruck: „Ich gehöre nicht dazu. Ich finde einfach keinen Anschluss, egal wo“. Du weißt aber nicht, woran das liegt, weil die Abmahnung und Bestrafung für Dein natürliches Sosein so früh geschehen ist, dass Du Dich kaum daran erinnerst. Es ist so in Dein System übergegangen, dass Du dieses Gefühl von „Falsch-Sein“ für einen Teil Deiner Identität hältst. Es ist eine tiefe Konditionierung, die sich erst lösen kann, wenn Du sie Dir bewusst machst.

Die falschen Fragen bestimmen Dein Leben

Teil dieser Konditionierung ist eine tiefe, oft unbewusste Scham für das, was Du bist. Diese Scham ist immer nach innen gerichtet und auf Dich bezogen. Du machst Dich selbst immer kleiner anstatt Dein äußeres Umfeld infrage zu stellen. Das tust Du, weil Du als soziales Wesen unbedingt zur Gruppe gehören willst. Als Kind hat Dir diese Anpassung Dein Überleben gesichert.

Mit der Zeit hast Du deshalb immer feinere Antennen für folgende Fragen entwickelt: 

  • Wo könnte ich noch nicht richtig sein? 
  • Wo passe ich nicht dazu? 
  • Wo ist etwas an mir komisch?

 

Die Art, wie Du Fragen stellst, bestimmt Dein Leben: Automatisch wirst Du Dich als Erwachsener immer mehr kritisieren. Du bist nicht mehr in der Lage, Dankbarkeit zu empfinden und Dich über Deine großen und kleinen Erfolge zu freuen. Stattdessen entdeckst Du jeden Tag neu, wo Du immer noch nicht gut genug bist. Du versuchst krampfhaft, Dich und das Leben zu kontrollieren, perfekt zu sein, um angenommen und geliebt zu werden. Doch selbst, wenn es Dir gelingt, eine perfekte Leistung abzulegen und Anerkennung zu bekommen, fällt es Dir schwer, diese Anerkennung wirklich tief in Deinem Körper zu spüren und anzunehmen.

Dein Weg in die Selbstliebe

Doch es gibt Lösungen: Du kannst diese Spirale durchbrechen, wenn Du wach wirst für das, was da unbewusst in Dir abläuft. So kannst Du mehr Einklang mit Dir herstellen –  dieser Prozess kann sogar sehr freudvoll sein. Denn Du merkst, wie sich plötzlich wirklich etwas in Dir und Deinem Leben bewegt. Du lernst, wie Du ein wundervoller Vater und eine wunderbare Mutter für diesen verletzten und vergessenen Anteil in Dir wirst. Und das lohnt sich: Denn es geht unglaublich viel von Deiner Lebensenergie verloren, wenn Du immer wieder im Widerstand mit Dir selbst bist. Aus genau diesem Grund erreichen die meisten Menschen nicht, was sie sich wünschen. Denn die Energie, die sie dafür bräuchten, ist im Kampf mit sich selbst gebunden. 

Das betrifft gerade auch Menschen, die Coach sind oder es werden wollen – und sich wundern, warum es in ihrem Business einfach nicht vorangeht: Wenn Du Dich immer wieder kritisierst und glaubst, immer perfekt abliefern zu müssen, dann hast Du Schwierigkeiten Dich sichtbar zu machen. Wenn Du Dich nicht wertvoll fühlst, dann hast Du Probleme damit, das Geld zu verdienen, das dem Wert Deiner Arbeit entspricht. 

Aus diesem Grund ist Deine persönliche Transformation die Basis für jegliche Erfüllung im Privaten und jeden Erfolg im Business.

Erfolg und Erfüllung sind der Spiegel Deiner Selbstliebe

Macht das Sinn für Dich? Dann möchte ich Dir Hoffnung machen: Ich selbst bin in einer Welt voller Mangel, Abwertung und Gewalt aufgewachsen und habe diese Dinge lange in mir selbst getragen. Meine Beziehungen und mein Business waren deshalb in der Vergangenheit immer wieder von Pleiten, Pech und Pannen begleitet. Und trotzdem habe ich es geschafft, mir selbst nicht mehr im Weg zu stehen und Flow in meinem Leben zu kreieren: Gemeinsam mit meiner Frau Lilian führe ich heute eine zutiefst erfüllende Beziehung und mit Human Essence ein Business, das besonders seit einem Jahr florieren und wachsen darf.

Auch Du kannst das schaffen: Wenn Du erkennst, dass Du Dir im Grunde nur selbst im Weg stehst und wie genau Du das tust, dann hältst Du Dich nicht mehr für verkehrt: Du kannst jetzt die Weichen in Deinem Leben neu stellen und lernen, für die verletzten Anteile in Dir gut da zu sein. Das wird sich schnell in den Erfolgen Deines Business‘ und einem Gefühl inneren Wohlbefindens spiegeln!

Bist Du also bereit, Deine innere Transformationsreise für mehr Erfolg und Erfüllung im Leben anzutreten? Dann bewirb Dich für ein kostenfreies Beratungsgespräch bei mir! Wir entwickeln einen individuellen Strategieplan, wie Du das erreichst: https://humanessence.de/bewerbung/

Außerdem freue ich mich über Dein Feedback: Schreibe mir gerne in den Kommentaren, wie es Dir mit dem Thema Selbstliebe geht: Wo kritisierst Du Dich und stolperst über Deine alte Konditionierung? Was sind Deine Schwierigkeiten und Herausforderungen?

 

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